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TSO und ISPF
Wer weiss nicht was TSO ist? Vermutlich keiner, darum hier nur kurz und knapp einige Erläuterungen. TSO ist die Abkürzung für `Time Sharing Option´ und in einem z/OS-System (oder eines der Vorgänger-Systeme) die Komponente die den Benutzern einen interaktiven Zugriff auf das System ermöglicht. TSO ist also ein TP-Monitor. Die Benutzer von TSO sind üblicherweise Anwendungsentwickler, Operatoren, Adminstratoren und Systembetreuer. Als PC-Benutzer kommt einem das ein wenig überflüssig vor, hat man doch dort als Benutzer immer Zugriff auf das System. Das Großrechner-Betriebssystem z/OS hat seine Wurzeln aber in der Stapel-Verarbeitung (Batch-Processing) und der interaktive Benutzerzugriff war am Anfang keine Selbstverständlichkeit. Die `Benutzeroberfläche´ der frühen z/OS-Vorgänger (z.B. OS/VS1) war genaugenommen die gute alte Lochkarte. Die Verbeitung von TSO markiert also gleichfalls den Abschied von der Lochkarte bei der Großrechner-Datenverarbeitung. TSO wird auf einem z/OS-System normalerweise als Started Task (ein Programm das ständig aktiv ist und auf Anforderungen wartet) verarbeitet und wartet so auf die LOGON der einzelnen Benutzer. Auch wenn in der Regel nur von TSO gesprochen wird heisst das Produkt seit vielen Jahren eigentlich TSO/E (E für Extended).
Am Anfang e,rfolgte die Befehlseingabe im TSO zeilenweise und die Ergebnisse wurden ebenso ausgegeben. Damit man sich nicht so viele Befehle merken muß und auch andere Vorteile nutzen kann wurde daher die Benutzeroberfläche ISPF entwickelt. ISPF ist die Abkürzung von `Interactivity System Product Facility´ und beinhaltet neben einer generellen Benutzeroberfläche mit standardisierten Panels, einen Full-Screen-Editor, diverse Utilities und die Möglichkeit eigene Panels und Dialoge zu erstellen.
Neben vielen speziellen Funktionen und Tools findet man auf den meisten Systemen auch noch SDSF (Spool Display and Search Facilty). Damit kann man die sogenannten Spools des System einsehen und bearbeiten. Die Spool ist ein spezieller Datenbereich für die Job-Verarbeitung in dem eingehende, aktive und erledigte Jobs und deren Ausgaben gespeichert werden.
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