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REXX-History

Die Idee für die Computersprache REXX hatte der IBM-Mitarbeiter Mike Cowlishaw angeblich am      20. März 1979 morgens um 3 Uhr. Es war wohl eine göttliche Eingebung. :-)                                            Na ja, jedenfalls war es keine schlechte Idee. Später wurde REXX vom IBM-Labor in Hursley (UK),        in dem Cowlishaw arbeitete, entwickelt und ist seit Anfang der 80er Jahre auf dem Markt. REXX ist die Abkürzung von `Restructured Execution Exec´ und wird meist als Interpreter-Sprache verwendet.          Das heisst, dass das fertige Programm nicht komplett in eine ausführbare Form umgewandelt (kompiliert) wird, sondern beim Aufruf Befehl für Befehl übersetzt (interpretiert) wird. Es gibt aber auch diverse Compiler für REXX, die aber meist mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. Ein wesentlicher Vorteil von REXX ist die Einfachheit der Syntax, die sehr stark der englischen Sprache angeglichen wurde. REXX war gedacht als ein Werkzeug das auf möglichst allen Betriebssystemen zur Verfügung stehen soll. In den 1980er- und 1990er- Jahren verfolgte die IBM eine Idee die mit dem Kürzel SAA (bedeutet System Application Architecture) benannt wurde. Es wurde zum Ziel gemacht das das Erscheinungsbild verschiedener Komponenten, insbesondere Benutzerschnittstellen, auf allen Systemen möglichst gleich aussehen sollten. REXX passte gut in diese Philosophie, denn REXX konnte im Prinzip überall weitgehend gleich aussehen. Natürlich waren von Anfang an bestimmte systemabhängige Besonderheiten notwendig, aber der Kern der Sprache blieb gleich. Zumindestens in Grossrechnerumgebungen breitete REXX sich in den folgenden Jahren immer mehr aus.  Auf dem Windows-PC ist es zwar durch die Dominanz von Microsoft und schon etablierte andere Programmiersprachen nicht so verbreitet, aber auch hier ist es in verschiedenen Varianten verfügbar.   Neben einigen anderen Produkten gibt es für Windows zum Beispiel ObjectREXX von IBM zu kaufen.  IBM bietet REXX für alle Betriebssysteme an die IBM im Sortiment hat. Das sind u.a. z/OS, VSE, UNIX, AIX, LINUX, Windows, NetWare, OS/2 und DOS. In OS/2 und DOS 7.x waren die REXX-Interpreter übrigens serienmäßig enthalten. Heute gibt es auch eine Reihe REXX-Produkte von anderen Herstellern und sogar einiges an Freeware zum Thema. REXX ist damit eines der wenigen Host-Themen das auch in der breiten Masse bekannt wurde.

REXX-Varianten von IBM:

  • VM/CMS (seit 1983)   Compiler (seit 1989)
  • VM/GCS (seit 1984)
  • MVS and TSO/E (seit 1988)  Compiler (seit 1994)
  • AS/400 (seit 1990)
  • OS/2 (seit 1990)
  • VSE/ESA (seit 1993)  Compiler (seit 1994)
  • AIX/6000 (seit 1993)
  • Novell Netware (seit 1994)
  • CICS/ESA (seit 1994)
  • PC-DOS (seit Februar 1995)
  • Object Rexx for OS/2 (seit 1996)
  • NetRexx für alle Java-Plattformen (seit Januar 1997)
  • Object Rexx für Windows 95, 98, Me, NT, 2000, und XP (seit Feb. 1997)
  • NetView (für MVS und VSE/ESA)
  • NetMaster (für MVS und VSE)
  • Object Rexx für Linux (seit November 1997)
  • Object Rexx für AIX (seit 1999)